Schaukampfgruppe Dreynschlag - Historisches Fechten
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Auftritte 2009

Mauterndorf

Zwei Premieren

Das Mittelalterfest in Mauterndorf sollte in zweierlei Hinsicht zur Premiere werden.

Premiere eins:
Nach Jahren des Herumärgerns mit teuren Leihanhängern haben wir es nun endlich geschafft uns unseren eigenen Vereinsbus anzuschaffen! (Finanziert aus Putz-Mitteln ;)
Endlich haben wir Platz für unser ganzes Zeug und können auch mit mehr als 100 km/h über die Autobahn zuckeln! Jubel! HGK!
(Anmerkung des Rosenbasts: was heißt da über 100? Wie wir eine Woche später eindrucksvoll bewiesen haben kann man der Kuh tatsächlich das Fliegen beibringen, und zwar auf über 170 km/h, wenn auch nur kurzzeitig, bergab, mit Rückenwind und Angst)

Premiere zwei:
Die Kiste.
DIE KISTE!!!
(Anmerkung Rosenbast: JAAAA, DIE KISTE!)

Unglaublich aber wahr: im Laufe der letzten Saison entwickelte sich der Plan, unsere bisher zur Kühlung genutzten kleinen Styroporboxen durch etwas Angemesseneres zu ersetzen.

Dreynschlag – der Kühlschrank.

Mit Tiefkühlfach.
(Anmerkung Rosenbast: nur die Halterung für die Vodkaflaschen ist nicht rechtzeitig fertig geworden, dadurch dauert es viel zu lange bis das Zeug endlich friert)

Und weils ja sonst nicht lustig wäre, verpackt als authentische Stollentruhe. Das weitaus unglaublichere ist natürlich, dass wir es tatsächlich geschafft haben diese Kiste über den Winter (ok, zugegeben, eigentlich gerade noch so im Frühjahr) zu bauen.
(Anmerkung Rosenbast: genaugenommen hat kein Mensch, geschweige denn jemand der uns kennt damit gerechnet dass sie wirklich jemals fertig wird, schon gar nicht rechtzeitig – der Mandi ist eindeutig zu wenig unser aller schlechtem Einfluss ausgesetzt)/p>

Konstruiert wurde die Kiste – von Kennern wohl nicht anders zu erwarten gewesen – um die Normgröße von Ottakringer Bierdosenpaletten :-) (3 Paletten pro Seite, dazwischen ist Platz für etwa 80 Kilo Trockeneis – mit darüber hängender Wodka Flaschenhalterung. Man denkt ja mit.) Großes Staunen gab es bereits beim Einladen der Kiste, als dem Gros der Dreynschläger erstmals bewusst wurde, wie verdammt groß das Ding eigentlich geworden ist ;-) In einem normalgroßen Kombi bringt man sie mit biegen und brechen bei umgelegter Rückbank gerade noch liegend hinein. Bus sei Dank ist das ja kein Problem.
(Anmerkung Rosenbast: wir möchten an dieser Stelle nochmals ganz herzlich unserem Sponsor danken – ohne seinen schwunghaften Handel mit Rüstungen aller Art(Korrektur: nein, eigentlich sehr spezieller Art) wären wir niemals zu diesem Bus gekommen)

Als wir in Mauterndorf endlich ankamen erwartete uns – Regen.
Nicht wirklich überraschend im Lungau, das kannten wir ja bereits vom Vohrjahr.
(Anmerkung Rosenbast: das störte uns nur so lange bis wir erfuhren dass vor mehreren Jahren ein Fest wegen Schneefalls abgebrochen werden musste)
Große Veränderungen gab es dafür in der Organisation des Festes. Der Gesamte Lagerbereich wurde diesmal organisiert vom Obmann der Wölfe zu Dunkelsteig, der liebe Papa Schlumpf. Und was für ein Lager das war!
Mangels Platz wurden alle anwesenden Gruppen zu einem gemeinsamen Riesenlager zusammengefasst, in dessen Mitte das riesige Sonnen- nein, sein wir lieber ehrlich, Regendach der Wölfe stand.
(Anmerkung Rosenbast:wie gesagt, es wurde nicht zu einem Iglu, somit war alles im grünen Bereich)
So größenwahnsinnig wir mit unserer Kiste sind, so sind es die Wölfe mit ihrem Sonnen/Regendach… Manches Lager hätte darunter Platz :-)

Der Samstag brachte dann auch einen neuen Programmpunkt. Sämtliche Leute unter Waffen im gesamten Lager wurden zu einem recht beachtlichen Stangenblock zusammengefasst (etwa 40 Mann/Frauen) und es wurde fleißig gedrillt. Bis zum danach anstehenden Umzug war es tatsächlich gelungen den riesigen, buntgemischten Sauhaufen in ein ganz ansehnliches Fähnlein zu verwandeln und damit quer durch Mauterndorf zu marschieren und am Hauptplatz einige Manöver zu zeigen.
(Anmerkung Rosenbast: ich muss schon sagen, die Übung des Stangenblocks sah sehr schön aus, zumindest hatte ich den Eindruck als ich kurz mal verschlafen aus dem Zelt schaute…
Zugegebenermaßen gehörte ich zu der kleinen Randgruppe die die Androhung einer Übung zu nachtschlafender Uhrzeit für einen gelungenen Scherz hielt)

Der Umzug selbst zeichnete sich dann wieder durch Regen aus. Vereinzelt vernommene Rufe („ist das alles was du kannst???“) verbesserten die Wettersituation nicht unbedingt…
(Anmerkung Rosenbast: alles Unterstellungen, immerhin hat es auf meinen Ruf hin noch nie gehagelt, nur vielleicht ein bisschen mehr geregnet)

Aufgrund des Regens fiel dann auch der Rest unserer Programmpunkte ins Wasser. Kein Schautraining diesmal, auch die von der Kompagnie St. Barbara geplante Darstellung eines Gerichtlichen Zweikampfes musste auf Sonntag verschoben werden. Demnach begann der ausführliche Test der Kühlkiste. Kaltes Bier bei fast noch kälterem Wetter, eiskalter Wodka, sogar Speiseeis :-) Erste Pläne für professionellen Eisverkauf am darauffolgenden Wochenende in Rabenstein werden geschmiedet.
(Anmerkung Rosenbast: ich sagte ja schon, der Vodka friert viel zu langsam)

Zu erwähnen wäre da auch noch Enzis Käse Kaufrausch. Überwältigt vom Angebot des Käsestandes kaufte er um über 70 € Käse ein. (mit der beschwichtigenden Aussage, die Hälfte sei ja für ihn selber). Irgendwie war dann allerdings doch am Sonntag kein Käse mehr da.

Des Abends verzweifelte dann unser aller Obmann an dem Umstand, dass in ganz Mauterndorf offenbar kein Wirtshaus das Fußball Ländermatch übertrug. Man hat’s anscheinend nicht leicht als beinahe einziger anwesender Fußballbegeisterter.

Zu erwähnen sei dann noch dass so gegen 3 Uhr früh plötzlich einige offenbar bereits sehr dem Alkohol verfallene Mitlagernde begannen am Lagerfeuer Lieder anzustimmen. In teilweise bemerkenswerter Lautstärke. Was bei der Liederauswahl in starken Kopfschmerzen ausartete. Um das noch zu toppen begann dann noch eine Ritterschaft zue Schießmichtot ihre Rufhörner ausgiebig zu testen. Ich war sehr versucht die Möglichkeiten der analen Applikation eines quergelegten Rufhornes auszuloten.
(Anmerkung Rosenbast: bitte bei der Applikation von Rufhörnern nicht auf die Verwendung von Gleitgel vergessen – Tabasco soll sich sehr gut eignen)

Der Sonntag hingegen begann mit einer sehr positiven Überraschung … Sonnenstrahlen weckten mich im Zelt!

Zwar blieb die Sonne nicht lange, aber der Tag blieb erstaunlich Regenfrei.

Wieder schritten wir zum Stangenblockdrill und dann zum Umzug (während dessen kam die Sonne dann doch wieder heraus und bescherte mir genau in dieser kurzen Zeit einen Sonnenbrand! *GRMPF* die gelbe SAU)
(Anmerkung Rosenbast: um zu präzisieren: die gelbe DRECKSAU)

Diesmal kam es auch zum gerichtlichen Zweikampf der Kompagnie St. Barbara bei dem wir auch ein paar Rollen übernehmen durften. (schön – man bekommt ja nicht jeden Tag die Möglichkeit einer knienden Dame den Kopf abzuschlagen *gg*)

Es gibt auch ein nettes Video von der Vorführung auf Youtube

Am späten Nachmittag, wir waren gerade beim Show&Tell vor sehr interessiertem Publikum, baute sich dann doch noch in kürzester Zeit eine sehr dunkle und bedrohliche Wolkenfront auf, die pünktlich zum Marktschluss in einem gewaltigen Wolkenbruch ausartete. Es erübrigt sich eigentlich zu sagen, dass nach vollendetem Zeltabbau die Sonne wieder schien…
(Anmerkung Rosenbast: wie gesagt, gelbe Drecksau und so…)

Somit endete ein zwar verregnetes aber trotz allem sehr schönes Fest und wir machten uns auf die Heimreise.
(Anmerkung Rosenbast: Wobei wir vorher allerdings noch ein gutbürgerliches Wirtshaus stürmten um dort unsere restlichen Essensgutscheine zu vernichten – erstens war die Bedienung in diesem Lokal doch leicht entsetzt als ein Haufen stinkender Reenactor dort einfiel und zweitens möchte ich hier festhalten dass es sich mit Sicherheit um ein Wirtshaus und nicht um ein Gasthaus handelte)
Nach ein paar Kilometern verloren wir noch beinahe den linken Hinterreifen unseres Busses (die Schrauben nachziehen nach 30 Kilometern nach einem Reifenwechsel sind wohl doch zu etwas gut) aber wir schafften es dann doch unbeschadet zurück nach Wien.

Eugenstern

(Anmerkungen: Rosenbast)

Anmerkungen des Webdeppen: Nachdem wir es diesesmal nicht geschafft haben selbst zu fotographieren, wir waren ja mit dem leeren der Kiste sehr beschäftigt, gibt es hier 2 externe Links zu Fotogallerien.

Unser aller Machls Huscarl Fotoseite

Die Bilder von der Axi, nicht ganz so viele, dafür war aber die Fotografin wesentlich hübscher :-)

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