Wenig neues, aber ein guter Zusammenhang erkennbar
Ulli Sedlmayer, Intermundus
und Dr. Gelbhaar von der Veste
Coburg, seines Zeichens dortiger Kurator des Wagen- und Kutschenmuseums
und einer der führenden Militärhistoriker Europas, luden am Wochenende
vom 20. - 21. November nach Deutschland ein um dort einen Vortrag von Dr. Gelbhaar
über Waffen- und Schutzwaffenwaffenentwicklungen über das gesamte
Mittelalter zu hören.
Anwesend waren wie immer die üblichen Verdächtigen
und daher waren wir wenig überrascht davon, dass vornehmlich Leute von
"Ochs" anwesend waren. Der Vortrag begann am Samstag so gegen 10 Uhr
vormittags und die Ankündigung von Dr. Gelbhaar, dass er vorhätte
den Lehrplan von 2 Semestern seiner Uni in nur 1,5 Tagen durchzubringen schockierte
uns wenig. Für manche sollte es jedoch zuviel werden....
Er legte auch sogleich los und begann seine Ausführungen
mit dem Teppich von Bayeux und dem "Kettenhemd" das ja eigentlich
Ringpanzerhemd heisst und jeder der dies falsch bezeichnete wurde mit bitterbösen
Blicken bestraft (zum Glück können die nicht töten, denn sonst
könnt ich jetzt den Bericht nicht schreiben!). Nach ungefähr 6 Stunden
permanenter Beweisführung und unaufhörlichen Redeschwällen, war
uns sodann endgültig klar, warum aus dem Ringpanzerhemd eine spätgotische
Volldose wurde und wir schritten zu einer kurzen Pause. Anschließend begann
Dr. Gelbhaar mit den Waffen und der Erklärung woher die Römer und
somit auch die ersten germanischen Völker des Früh- und Hochmittelalters
ihre Waffen hatten.
Nachdem dann aber endgültig die Hälfte der Leute
kapitulierte und einfach nicht mehr konnte, beendeten wir den Vortragsabend
so gegen 18:30 und endlich kam es zur Raubtierfütterung! Wir ließen
den Abend dann ruhig und beschaulich und natürlich mit reichlich Diskussion
über das Gehörte ausklingen und verließen sodann die gastliche
Stätte zu unserer Gastgeberin um dort noch ein paar Orks und einen Cavetroll
zu vernichten. Leider jedoch war der Cavetroll zu übermächtig für
uns alle und so mußten wir uns damit zufrieden geben, dass wenigstens
Orkleichen unsere Wege pflastern werden!
Am Sonntag gings wieder erfrischt und neu motiviert los. Doch
bevor Dr. Gelbhaar mit neuem Mut loslegen konnte, mußte Hans uns noch
mit seiner neuen DVD zum historischen Schwertkampf erfreuen. Sie kommt wahrscheinlich
so gegen Weihnachten (welch Zufall!!) in den "Handel". Ohne Pause
legte Dr. Gelbhaar los und man merkte ihm an, dass er ein echter Anhänger
der alten Militarias ist und dass es nicht nur ein .... nun wie solls mans sagen....
ein Mittel ist um Geld zu verdienen. Es kam natürlich zwischen Dr. Gelbhaar
und den Fechtern, darunter auch mit mir zu einigen Diskussionen über Nomenklaturen,
Anwendungen und Sinnhaftigen, aber gerade diese Conferancen machten den Vortrag
zu einem echten Erlebnis. So gegen mittag war dann Dr. Gelbhaar leider endgültig
am Ende und bat dann, die noch anwesenden Fechter, dass sie ihm ein wenig von
ihrer Kunst zeigen mögen.
Natürlich ließen wir uns da nicht zweimal bitten
und so zogen sich Matze von Ochs und meine Großigkeit sofort die Fechtmasken
an und boten dem Doktor und dem Rest des staunenden Publikums mal einen kleinen
Freikampf mit den Shinais. Ein Cut (Ringeck meinte nicht umsonst, "wirf
ihm dein Schwert vor die Füße und ringe") und ein zerborstenes
Shinai später, übernahmen dann Hans Heim und Alex Kiermayer. Sie boten
ein paar Interpretationen zu dem mittlerweile zum ochseigenen Fechtbuch avancierten
Leckküchner. Leider mußte dann Dr. Gelbhaar uns verlassen und auch
wir machten uns nach einer kurzen Stärkung auf den Weg, denn Wien war weit
und der Twingo nicht soooo schnell! :)
Es bleibt zu sagen, dass Ulli und Intermundus eine wirklich
sehr gelungene Veranstaltung boten und dass ich ihn echt zu hassen beginne,
weil er soooo ein saugeiles Vereinshaus hat und wir nicht!!!! ;-)
Ebenfalls bedanken möchten wir uns bei Marita, die Martin
und mich herzlich aufnahm und uns Kost und Logie bot. *Bussi*