Schaukampfgruppe Dreynschlag - Historisches Fechten
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Auftritte 2003

Tewkesbury 2003

Der historische Hintergrund zur Erinnerung:
Die „Rosenkriege“ sind in den 1460er und 70ern zwischen den Häusern Lancaster (rote Rose) und York (weiße Rose) um die „legitime“ Thronnachfolge in England geführt worden.
Tewkesbury ist eine von mehreren Schlachten von 1471 aus den „Rosenkriegen“, die dieses mal vom Hause York gewonnen wurde.

Und wiedereinmal ist es geschafft - nach einer langen Fahrt sind die Leute und der Zeltplatz auf der neuen Wiese trotz einer nicht allzu gut beschilderten Umleitung wegen eines Wasserrohrbruches, gefunden und einige Zelte stehen auch schon. Die etwas kleinen und verstreut liegenden Zeltplätze werden schon knapp, denn es sind dieses Jahr so viele "Living History" Zelte mehr, und auch das Plastikcamp ist schon schwer überfüllt - aber Platz ist ja bekanntlich in der kleinsten Hütte.

Die Leute sind Gary und sein "Montgomeryshire Levy" aus Wales (ein Haufen "zsammgfangter" Bauern und ein bis zwei "Söldner" als Kommandeure – entsprechend schön abg’fuckt und einfache Rüstungen) und Phill mit seinen Leuten aus Plymouth (eher "Ritter" oder ordentlich Gerüstete halt...), und deren Ehrenmitglied ich seit diesem Wochenende bin, die am Samstag zu einer "echten"" Feuerzangenbowle (so richtig mit Zuckerhut und hochprozentigem Rum und so....) geladen haben; das war eine feine Art der Abwechslung.

Die Stimmung im Lager war trotz der großen Hitze (ja! Und das nun schon seit über 3 Wochen – ja! 32°C und 34°C sind in UK Mörderhitze! Was unsereins ein müdes Lächeln abverlangt, denn die meisten unserer Auftritte sind bei um die 36°C) immer nett und unterhaltsam. Und jeden Morgen, wenn mich nicht die Sonne geweckt hat, waren es die allseits so beliebten Gaskocher, die Frühstücksdüfte verbreiteten. Jeden Tag konnte ich mir einen Becher heißes Wasser für meinen Tee schnorren, und einmal wurde ohne große Umstände einfach noch eine Kanne für mich aufgesetzt – das ist Gastfreundschaft!

Der Markt ist gegenüber letztem Jahr noch ein wenig größer geworden. Wobei natürlich auch einige Ramschstandln dabei waren, und einige von den angebotenen Waffen und Rüstungen hätte ich nicht einmal angreifen wollen....

Aber wie auch schon letztes Jahr festgestellt:
... bring einen Sack voll Geld und du kannst dich einkleiden, rüsten, bewaffnen, Akzente durch Schmuck und Accessoires setzen, das Lager voll einrichten und das Bett für das eben bestellte, noch zu liefernde Zelt erstehen. Und das ist sogar teilweise zu einem guten Preis / Leistungsverhältnis möglich.

Den Vogel in puncto Skurrilität hat das „solar-powered cinema“ abgeschossen; es ist wie es heißt – mit Solarzellen werden die Batterien für den Projektor und die Musikanlage geladen. Zu sehen gab es unter anderem „Jabberwocky“ und andere groteske Filmkunst. Zwischendurch wurden die Anwesenden mit House, Trance und Goa unterhalten... naja, es mag nicht jedermanns Geschmack sein, aber lustig ist es trotzdem und hätte trotzdem besser auf ein Rave gepaßt.

Was soll man zur Schlacht schon viel sagen......
Trotz der Hitze fast 2000 Leute auf dem Schlachtfeld, die es lustig dabei hatten, sich zu prügeln, und nachher im Bierzelt oder beim Lagerfeuer bei einem, oder eher unzähligen Bieren zu versummpern.

Es war wieder ein sehr schönes Wochenende.

Schnaki

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