Samstag, 14. Juni 2003, 8 Uhr früh,
zwei Autos von Dreynschlag setzen sich in Bewegung, am Steuer Oli
und Harry. Ein Auto ist bereits vor Ort in Tirol, der Fahrer
schläft noch.
Nach 450 km auf der Autobahn, die reibungslos verliefen, kamen dann
alle Beteiligten in Schwaz in Tirol an. Wir treffen uns mit dem Dritten
in Bunde der Autolenker und lassen uns mal die Lokalitäten des
Zeltplatzes und des Auftrittsbereiches zeigen.
Alles ist wie immer.... nur schlimmer..... Das Zelt
soll mitten auf der Straße stehen, Kopfsteinpflaster hindert uns
doch sehr stark daran, dass wir unsere Holzheringe benutzen, nach einer
kurzen Unterredung mit dem Veranstalter, Günter Steiner, bekommen
wir eine Hilti und ein paar Schrauben und Dübel.... "Schraubts
hoid die Dinger in die Strossn, des geht schoo..", wurden wir instruiert
und so taten wirs auch.
Das Zelt stand, das Quartier war bezogen und wir auch schon im Gewande,
so wars um kurz 17.00 Uhr. Wenige Minuten später war auch schon
Markteröffnung und wir standen als Stadtwache verkleidet am Hauptplatz.
Wir wurden vorgestellt und sogleich wurden wir aufgefordert einen kleinen
Kampf zu zeigen. Wir holten also unsere Helme und Handschuhe und Walter und
meine Wenigkeit legten los und prügelten ein bissi auf uns ein.
Um 19.00 Uhr wars dann soweit wir brachen auf zum ersten Auftritt und
der Himmel tat sein möglichstes um dieses zu verhindern, zuerst wurde
es dunkel, dann gabs den Beweis, dass es auch im Mittelalter bereits
elektrisches Licht gab (wenn auch nur für Bruchteile von Sekunden)
und dann öffnete der Himmel seine Schleusen, natürlich genau
dann, als wir gerade mitten im Geschehen waren.
Wir beschlossen, zur Sicherheit der Akteure, die Vorstellung zu unterbrechen
und wiesen darauf hin, dass wir sofort nach Ende des Regengusses die
Show weiterführen werden. Kaum hat Oli das verkündet
hats auch schon zu regnen aufgehört und nach kurzer Unterredung unter den Akteuren
brachten wir den Auftritt zu Ende.
Gerade noch rechtzeitig wie sich herausstellte, denn nur wenige Augenblicke
danach, wurde all der Regen, den wir seit 2 Wochenenden vermisst hatten
auf einmal nachgeholt. Wir waren gerade dabei Ortsansässigen diverse
Rüst- und Waffenteile zu erklären, als es losging. Es sollte
2 Std. so weiter gehen.
Dass unsere Gewandung bereits nach dem ersten Auftritt mehr als durchnässt
war, muss ich wohl nicht extra erwähnen. Wir gingen zu Günter, dem Veranstalter
und fragten wir er sich den restlichen Abend so vorstelle, denn eigentlich
hätten wir um 21.00 Uhr noch eine Vorstellung, aber mitten im strömenden
Regen wäre es sinnlos gewesen und schon war Belenus der Wettergott
mal wieder auf unserer Seite und 5 Minuten später wars vorbei mit
dem Regen.
Wir zogen also trotz nicht gerade optimaler Umstände die Show
durch und ernteten hierfür viel Beifall von Zuseher, Ausstellern
und Veranstalter. Wir liesen dann den Abend am und im Zelt bei lustigem
Gesang, blöden Spielen und viel, viel Gelächter ausklingen.
Zum Markt selbst sei gesagt, dass die Bemühungen von Günter
gute Früchte gebracht haben, das Gelände war zwar nicht groß,
aber die Auswahl der Stände war sehr nett gemischt, die Waren schön,
die Preise ok und man traf viele alte Bekannte von der Vorwoche von
Schörfling wieder. Einzig und allein die Tatsache, dass er es nicht geschafft
den Badezuber auf Temperatur zu bringen kreiden wir ihm schon stark an! :) Das Publikum war
äußerst interessiert, schaulustig und durchaus nett. Dem Veranstalter wünschen
wir, dass er es nächstes Jahr wieder zusammenbringt diesen Markt auf die
Beine zu stellen und hoffen, dass wir auch dann wieder dabei sein können.