Was ich seit Schörfling zu Pfingsten 2003 weiß
...
Dass es – vor allem wenn der 11. Chor dabei ist – immer
noch ein Quentchen unwürdiger geht ...
Dass man als Dreynschläger nicht einfach nur zu einem Auftritt
„auf Besuch“ kommen sollte, da es sonst ganz schnell passieren
kann, dass man mithampeln muss ...
Dass wir nicht nur gute Schauspieler sondern auch gut im Improvisieren
sind ...
Dass ein 50-Liter-Faß Bier pro Tag für die gesamten Akteure
einfach zu wenig ist, vor allem wenn es 30 Grad im Schatten hat und
der JuLu dabei ist ...
Dass die Planung eines historischen Bilderbogens gemeinsam mit dem
11. Chor und Armadance schrecklich, fürchterlich und chaotisch
sein kann, das Endprodukt aber doch mehr als sehenswert ...
Dass das Essensangebot eines Marktes über Käsespätzle
hinausgehen sollte ...
Dass ein Veranstalter eines Mittelaltermarktes ohne Rückendeckung
durch die Gemeinde nur zu bemitleiden ist ...
Dass es keine gute Idee ist, sich am Vortag eines Festes, das sich
bei 30 Grad im Schatten an einem See (und des nächtens rund um
einen Badezuber) abspielt, frisch tätowieren zu lassen ...
Dass es eine noch schlechtere Idee ist, das abgesperrte Quartier durch
Überklettern eines Metalltores mit Spitzen drauf zu erreichen zu
versuchen ...
Dass Tempus Bibit der einzige Dachverband ist, dem anzugehören
sich auszahlt (Sihali!) ...
Dass die Spielleute von Voluptatis Causa zwar sehr sympathische Leute
sind, aber nicht mit 2 Dudelsäcken gegen einen Riharc mit Dudelsack
ankommen ...
Dass Dreynschlag die Jogginghose nicht die authentischste aller möglichen
Gewandungen ist ...
Dass ein splitterfasernackter Trommler ein Rattenkostüm in punkto
Unwürdigkeit eben doch um Längen schlägt ...
Dass man Aufführungen bei größter Hitze weder um 13.00
noch um 16.00 ansetzen sollte ...
Dass auch mehr als 8 Leute in einen Badezuber passen ...
Dass Michelangelo besser Origami gefaltet hätte als an David mit
seinem viel zu kurz geratenen Lendenschurz zu modellieren ...
Dass wenn schon mit dem Rapier gefochten werden muss, dieses auf dem
Rande eines Brunnens zu geschehen hat, wenn schon kein Kronleuchter
zum daran schwingen in der Nähe ist ...
Dass Narren aus der Halle der Helden dann, wenn sie einem kein Bier
mehr kredenzen, einfach mit Verheiratung bestraft werden ...
Dass angesagte Pressetermine in aller Herrgottsfrühe nicht unbedingt
stattfinden müssen ....
Dass eine gute Wrestling-Einlage auch länger als 3 Minuten dauern
kann ...
Dass ich ein Training für meine Stimme brauche, wenn ich weiterhin
3 mal pro Veranstaltung ohne Tonanlage 300 Leute auf Dauer überschreien
soll ...
Dass gewisse, im Nirvana zwischen Anfänger und Dreynschläger
schwebende Leute zwar hübsche Hemden, aber äußerst unwürdige
Hosen tragen ... (doch zum Thema Unwürdigkeit sei wieder auf Nackttrommler
und Ratten verwiesen ... )
Dass der Papst auf der Bühne sein polnisch vergessen kann, Karl
der Große hingegen nicht auf seine Sonnenbrillen ...
Dass man vom Publikum auch dann noch als „Ritter“ bezeichnet
wird, wenn man eine wollene Schecke, ein Demütigungshauberl und
außer dem kleinen Dolch an der Seite kein Gramm Blech an sich
trägt ...
Dass es kein Mittelalterfest ohne Krüppellied geben kann ...
Und dass wenn man es laut genug grölt auch wirklich viele Leute
bei „Alle zusammen tanzt das Brot“ mitsingen ...