Ca. 12.00: Thomas, Bigman und ich treffen in Drosendorf
ein. Oli und Siss sind schon seit gestern da, aber noch incommunicado,
da frühstückend. Unser Magen ist so leer wie der Hauptplatz,
daher muß im "goldenen Lamm" die erste Mohntorte dran
glauben.
Ca. 13.00: Wir treffen Oli und Siss, und unsere Ansprechperson,
und legen unseren Zeltplatz fest, auf der Raseninsel am Hauptplatz.
Der Auftrittsplatz ist gleich daneben auf einem kleinen Rasenstück
vorgesehen....
Ca. 15.00: Das Zelt steht, der Hunger erwacht wieder. Diesmal
erwischt es einen Mohn-Griesstrudel... Doro und Chris treffen
ein, kurz danach unser Tross, Enzi und Karo.
Bis ca. 17.00: Herumhängen, mützen, aufstellen
der Messerwerfzielscheibe, ausprobieren derselben, abwehren der messerwurfgeilen
männlichen Drosendorfer Jugend I. Allfälliges wiederholen
der Choreos: "Was jetzt-hamma da einen Scheitelhau oderer einen
Oberhau ausgmacht?????"
Bis 17.30: In die Panier... Verstärkte Abwehr
der messerwurfgeilen männlichen Drosendorfer Jugend I.
18.00: Das Fest beginnt... Auf der einen Seite legen
die Zauberer los, auf der anderen die "Joculatores primae noctis".
Im Hintergrund hämmern die Messer in die Scheibe. Die männliche
Jugend I ist nicht von selbiger wegzubekommen, und reagiert säuerlich
auf Unterbrechungen. Ihre Wurfkraft steigt merklich beim Vorbeikommen
der weiblichen Jugend I. Die Standeln sind zwar nicht besondes mittelalterlich,
dafür aber kulinarisch umso interessanter. Der vor sich hingrillende
Ochse ist sensationell. Die Mohnkuchen....
Ca. 19.00: Umzug. Wir marschieren mit, und werden heftig
fotografiert. Hach, das Stardasein...
20.00 (oder so) Unser erster Auftritt. Kurz davor entbrennt
die Diskussion um den Auftrittsort. Kleine Wiese oder großer Platz
vor dem Rathaus (Kopfsteinpflaster mit Rollsplit). Wir entscheiden uns
für zweiteres. Unser Auftritt verläuft super, die Geschichte um die
Verheiratung der Fechtmeisterstochter ist wie immer gänzlich gewaltfrei
und richtet sich an das geschichtsinteressierte und schöngeistige
Publikum... Das Pomali kommt gut an, wie immer (ich merke mir sogar
meinen Part!).
20.50 (oder so) dichtes Gedränge vorm Dreynzelt.
Jede Menge Leute wollen unser Metall anprobieren. Wir reden und reden...
22.00: Wieder Auftritt, wieder Platz vor dem Rathaus.
Die Beleuchtung ist sehr schlecht. Trotz guten Startes kommt es wie
es kommen muß, die minderwertige Beleuchtung fordert ein Opfer.
Nachdem es sich schlecht ohne einen der Hauptdarsteller weitermachen
lässt, nudeln wir den Auftritt irgendwie halbelegant zu Ende. Ich
habe allerdings nicht den Eindruck, dass das Publikum sauer auf uns
ist. Oli wird Richtung Horner Krankenhaus zum Flicken abtransportiert,
der Rest west weiterhin an, gibt Autogramme (wirklich!!!) und futtert
weiter (Ochsen und Mohnkuchen), die Stimmung ist allerdings etwas gedämpft...
0.00: Abbau und Enzis Maikäfer-limbo und Selbstentzündungsversuch
an Gartenfackeln.