Schaukampfgruppe Dreynschlag - Historisches Fechten
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Drosendorf 2003

Die andere Form des Mohns

Ca. 12.00: Thomas, Bigman und ich treffen in Drosendorf ein. Oli und Siss sind schon seit gestern da, aber noch incommunicado, da frühstückend. Unser Magen ist so leer wie der Hauptplatz, daher muß im "goldenen Lamm" die erste Mohntorte dran glauben.

Ca. 13.00: Wir treffen Oli und Siss, und unsere Ansprechperson, und legen unseren Zeltplatz fest, auf der Raseninsel am Hauptplatz. Der Auftrittsplatz ist gleich daneben auf einem kleinen Rasenstück vorgesehen....

Ca. 15.00: Das Zelt steht, der Hunger erwacht wieder. Diesmal erwischt es einen Mohn-Griesstrudel... Doro und Chris treffen ein, kurz danach unser Tross, Enzi und Karo.

Bis ca. 17.00: Herumhängen, mützen, aufstellen der Messerwerfzielscheibe, ausprobieren derselben, abwehren der messerwurfgeilen männlichen Drosendorfer Jugend I. Allfälliges wiederholen der Choreos: "Was jetzt-hamma da einen Scheitelhau oderer einen Oberhau ausgmacht?????"

Bis 17.30: In die Panier... Verstärkte Abwehr der messerwurfgeilen männlichen Drosendorfer Jugend I.

18.00: Das Fest beginnt... Auf der einen Seite legen die Zauberer los, auf der anderen die "Joculatores primae noctis". Im Hintergrund hämmern die Messer in die Scheibe. Die männliche Jugend I ist nicht von selbiger wegzubekommen, und reagiert säuerlich auf Unterbrechungen. Ihre Wurfkraft steigt merklich beim Vorbeikommen der weiblichen Jugend I. Die Standeln sind zwar nicht besondes mittelalterlich, dafür aber kulinarisch umso interessanter. Der vor sich hingrillende Ochse ist sensationell. Die Mohnkuchen....

Ca. 19.00: Umzug. Wir marschieren mit, und werden heftig fotografiert. Hach, das Stardasein...

20.00 (oder so) Unser erster Auftritt. Kurz davor entbrennt die Diskussion um den Auftrittsort. Kleine Wiese oder großer Platz vor dem Rathaus (Kopfsteinpflaster mit Rollsplit). Wir entscheiden uns für zweiteres. Unser Auftritt verläuft super, die Geschichte um die Verheiratung der Fechtmeisterstochter ist wie immer gänzlich gewaltfrei und richtet sich an das geschichtsinteressierte und schöngeistige Publikum... Das Pomali kommt gut an, wie immer (ich merke mir sogar meinen Part!).

20.50 (oder so) dichtes Gedränge vorm Dreynzelt. Jede Menge Leute wollen unser Metall anprobieren. Wir reden und reden...

22.00: Wieder Auftritt, wieder Platz vor dem Rathaus. Die Beleuchtung ist sehr schlecht. Trotz guten Startes kommt es wie es kommen muß, die minderwertige Beleuchtung fordert ein Opfer. Nachdem es sich schlecht ohne einen der Hauptdarsteller weitermachen lässt, nudeln wir den Auftritt irgendwie halbelegant zu Ende. Ich habe allerdings nicht den Eindruck, dass das Publikum sauer auf uns ist. Oli wird Richtung Horner Krankenhaus zum Flicken abtransportiert, der Rest west weiterhin an, gibt Autogramme (wirklich!!!) und futtert weiter (Ochsen und Mohnkuchen), die Stimmung ist allerdings etwas gedämpft...

0.00: Abbau und Enzis Maikäfer-limbo und Selbstentzündungsversuch an Gartenfackeln.

Ca. 0.45. Ab nach Wien...

Dorian

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