Ringen unterteilt man hinsichtlich der Techniken in zwei Teile:
Das Schlossringen
Der Kampf auf der Straße
Der Begriff Schlossringen bedeutet nicht, dass man es vornehmlich am Hof des Königs
praktizierte, sondern damit ist die Grundstellung gemeint, bei der man sich geschlossen
gegenüberstand, ähnlich dem "Lock up" beim modernen Wrestling. Gekämpft wurde auf Punkte,
gezählt wurde der Niederwurf oder das Bewegungsunfähigmachen des Gegners. Schläge und Tritte
waren meistens verboten, da es nicht das Ziel war, den Gegner zu verletzen. Wenn man sich einige
Techniken des Schlossringens ansieht, so wird man hierbei viele Parallelen zum heutigen Wrestling
finden. Im Vordergrund stand der Spaß und die Unterhaltung, nicht die Verletzung des Gegners.
Der Kampf auf der Straße ist der heutigen Selbstverteidigung, vor allem dem Jiu Jitsu, nicht
so unähnlich, viele der Hebel, Würfe und Schläge ähneln einander. Anders als beim Schlossringen
war hierbei das Ziel den Gegner in kürzester Zeit zu eliminieren, ja wenn es sein musste, sogar
umzubringen. Viele Techniken in diversen Fechtbüchern, u.a. eines von Albrecht Dürer, zeugen von
der Brutalität dieser Art des Zweikampfes.